Glanzvolle Barockstadt - Salzburg 2018

16. November 2017

Die Stadt Salzburg ist in vielerlei Hinsicht eine beliebte Urlaubsdestination. Ihr Ruf als Mozartstadt, Barockstadt oder Festspielstadt hat weltweit einen guten Klang. In der Adventzeit wird die Stadt mit ihren klassischen Christkindlmärkten zu einem besonders magischen Ort und wahrem Touristenmagneten. Und während die Menschen nun in der Vorweihnachtszeit in die Stadt an der Salzach strömen, arbeiten die Verantwortlichen der Tourismus Salzburg GmbH schon am Advent 2018. Dann gibt es nämlich ein ganz besonderes Jubiläum zu feiern: 200 Jahre „Stille Nacht! Heilige Nacht!“. Eine Sonderausstellung, ein neues Musical und viele weitere Angebote werden an die Entstehung dieses Welthits in Salzburg erinnern. Passend dazu will Tourismus Salzburg die Aufmerksamkeit der Reisewilligen auf einen ganz speziellen Aspekt der Stadt legen. Nämlich Salzburg als Kirchenstadt. Immerhin war Salzburg einst der zweitwichtigste Kirchenstaat nach dem Vatikan.

Der Salzburger Dom zur Winterzeit.

© Tourismus Salzburg, Foto: Günter Breitegger

Magisches Salzburg: Christkindlmarkt am Dom- und Residenzplatz.

© Tourismus Salzburg, Foto: Günter Breitegger

Auch ein Touristenmagnet: das Geburtshaus von W. A. Mozart.

© Tourismus Salzburg

Berühmte Einkaufsstraße in Salzburg: die Getreidegasse.

© Tourismus Salzburg

Internationale Strahlkraft haben die Salzburger Festspiele mit der immer wiederkehrenden Aufführung des „Jedermanns“ von Hugo von Hofmannsthal vor dem Salzburger Dom.

© Tourismus Salzburg, Foto: Günter Breitegger

Internationale Stiftung Mozarteum in Salzburg, Veranstalter der Mozartwoche.

© Tourismus Salzburg

Christkindlmarkt Hellbrunner Adventzauber.

Foto: © Schloss Hellbrunn

Jeder Salzburgbesucher sollte diese typische kulinarische Spezialität zumindest einmal probiert haben: Salzburger Nockerl.

© Tourismus Salzburg

Kultur und Musik

Das Jahr 2018 der Kultur- und Festspielstadt Salzburg beginnt mit der Mozartwoche der Stiftung Mozarteum Salzburg. Die Mozartwoche - vom 26. Jänner bis 4. Februar 2018 – wird von Intendantin Maren Hofmeister mit einer Neuinszenierung von „Die Entführung aus dem Serail“ beginnen. Unterschiedliche Wege Mozarts Musik zu interpretieren werden in dieser Woche unter anderem von den Wiener Philharmonikern, Daniel Barenboim, András Schiff, Robert Levin , Piotr Anderszewski oder der weltweit gefeierten Sopranistin Marlis Petersen beschritten. Startenor Rolando Villazón ist 2018 neuer Mozart-Botschafter der Stiftung Mozarteum. Ab 2019 wird er auch die gesamte künstlerische Leitung der Mozartwoche übernehmen. Sein Vertrag läuft bis 2023.

Kirche und Architektur

Salzburg wird auch als das „Rom des Nordens“ bezeichnet. Mehr als eintausend Jahre regierten die mächtigen Erzbischöfe das Fürstentum Salzburg. Als geistliche und weltliche Herrscher waren sie mit zahlreichen Sonderrechten ausgestattet, die zum Teil bis heute bestehen und den enormen Einfluss Salzburgs neben dem Vatikan verdeutlichen. Der Abbau von Salz, Erzen und Edelsteinen verhalf dem Kirchenstaat Salzburg zu enormem Reichtum, der sich in der regen Bautätigkeit der Fürsterzbischöfe niederschlug. Vor rund 400 Jahren begannen sie damit, die Stadt in ein barockes Juwel nördlich der Alpen zu verwandeln. Vorbild für Bauvorhaben und Architektur war das prunkvolle Rom.

Am besten lässt sich die Welt hinter Salzburgs Kirchentoren auf einem Spaziergang erkundigen. Hinter den Fassaden der Gotteshäuser verbergen sich besondere Sehenswürdigkeiten und geheimnisvolle Details, die sogar vielen Einheimischen nicht bekannt sind. Der Rundgang führt unter anderem in die Stiftskirche Nonnberg, wo die Benediktinernonnen täglich am frühen Morgen gregorianische Choräle singen, im Taufbecken des Doms zu Salzburg wurden W. A. Mozart und Joseph Mohr, der Texter von „Stille Nacht! Heilige Nacht!“ getauft und in der Franziskanerkirche ranken sich um die Schwurhand zahlreiche Mythen. Besonderes Zeugnis der fürsterzbischöflichen Regentschaft ist das DomQuartier Salzburg. Der beeindruckende Museumsrundgang im Herzen der Altstadt gilt europaweit als einzigartiges barockes Gesamtkunstwerk aus Architektur, Malerei und Städtebau. Auf 15.000 prachtvollen Quadratmetern Ausstellungsfläche werden ca. 2.000 Exponate aus 1.300 Herrschaftsjahren gezeigt.

200 Jahre „Stille Nacht! Heilige Nacht!“

In dem kleinen Schifferort Oberndorf, unweit der Stadt Salzburg, erklang zu Weihnachten 1818 zum ersten Mal das Lied „Stille Nacht! Heilige Nacht!“. Komponist der einprägsamen Melodie war der Lehrer Franz Xaver Gruber, den Text dazu verfasste der junge Priester Joseph Mohr. Der Veranstaltungsreigen zu diesem Jubiläum bietet unter anderem die Sonderausstellung „Stille Nacht 200 – Geschichte. Botschaft. Gegenwart.“, die vom 29. September 2018 bis 3. Februar 2019 im Salzburg Museum laufen wird. Gemäß den sechs Liedstrophen wird die Ausstellung sechs Raumthemen umfassen. Dargestellt werden die musikalischen Qualitäten des Liedes und seine Verbreitung ebenso wie die Biografien der Schöpfer sowie die politische Instrumentalisierung. In der Salzburger Felsenreitschule kommt das speziell für das Jubiläum verfasste Musical „Silent Night Story“ von John Debney zur Aufführung. (24. November bis 18. Dezember 2018) und das traditionelle Salzburger Adventsingen im Großen Festspielhaus wird sich mit der Inszenierung „Stille Nacht“ vom 30. November bis 16. Dezember 2018 dem berühmten Weihnachtslied widmen.

Salzburgfans, die nicht ein Jahr lang warten wollen, sollten es sich nicht nehmen lassen, schon jetzt nach Salzburg zu fahren, denn zu keiner anderen Jahreszeit ist die Stadt wunderbarer als im Advent – und das auch ohne großes Jubiläum. Während der Vorweihnachtszeit verwandelt sich die Stadt in ein Weihnachtsmärchen mit weltberühmten Christkindlmärkten und traditionsreichen Veranstaltungen, die Vorbild für den gesamten Alpenraum sind. Zu den Klassikern zählt der Christkindlmarkt am Dom- und Residenzplatz, der mit seiner über 525-jährigen Geschichte und rund 100 Ausstellern einer der ältesten und schönsten Adventmärkte der Welt ist. Auch der Hellbrunner Adventzauber begeistert jedes Jahr Besucher aus der ganzen Welt. Die Schlossfassade ist als überdimensionaler Adventskalender gestaltet, 400 Christbäume mit 13.000 roten Kugeln und ein acht Meter großer Weihnachtsengel sorgen für ein zauberhaftes Weihnachtserlebnis fernab jeglichen Kommerzes.

www.salzburg.info

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